Monstera Variegata

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  • Standort
  • Hell

Keine direkte Sonneneinstrahlung

  • Temperatur
  • mind. 16°C

Keine Zugluft

  • Gießen
  • mäßig

Die Erde darf antrocknen

  • Nährstoffbedarf
  • Starkzehrer

Zur wärmeren Zeit alle 2 Wochen düngen


Die Monstera Variegata benötigt einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sie sollte erst gegossen werden, wenn die Erde angetrocknet ist. Die Pflanze gehört zu den Starkzehrern und benötigt mind. einmal im Monat eine Düngergabe. Es werden Temperaturen von 16°C bis 35°C für ein gutes Wachstum benötigt. Es ist eine Luftfeuchtigkeit von 70 % empfehlenswert. Eine Vermehrung über Stecklinge ist möglich.

Weitere Pflanzenraritäten finden sich unter unseren Specials.

Farbgebung und Blattform

Monstera Variegata
Eine weiße Panaschierung und Blätter mit Spalten
sind das Erkennungszeichen der beliebten Monstera Variegata
Quelle: Instagram @plantattic

Es handelt sich bei der Monstera Variegata um eine panaschierte Form der grünen Monstera Deliciosa (Fensterblatt). Sie gehört zur Familie der Araceae. Die Gattung Monstera umfasst im Jahr 2021 rund 55 verschiedene Arten und Unterarten (siehe World Checklist of Selected Plant Families). Diese Arten unterscheiden sich in ihrer Größe, dem Wuchs und der Form ihrer Blätter. Einige Arten besitzen große Spalten und Löcher in ihren Blättern, während andere Arten nur spärlich durchlöchert sind.

Die Monstera Deliciosa ist ursprünglich im tropischen Regenwald beheimatet und rankt dort mit Hilfe ihrer Luftwurzeln um Baumstämme. Ihre älteren Blätter weisen häufig Spalten und Löcher (Perforierungen, “Augen”) auf. Als Blüte bildet sie die für Aronstabgewächse typische Spatha (Blütenscheide) aus, siehe Fotos. Aus den Samen einer variegaten Monstera können keine panaschierten Pflanzen wachsen.

Variegationen der Monstera

Die Blattpanschierung (lat. Variegation) einer Monstera Variegata zeigt sich nicht nur weißen Blattfärbungen, sondern kann auch andere Ausprägungen wie gelbe oder cremefarbene Blattbereiche aufweisen. Mit dem Begriff Monstera Variegata ist im allgemeinen Sprachgebrauch die grün-weiße Monstera Deliciosa Albo Variegata gemeint. Tatsächlich umfasst der Begriff Variegata mehrere Arten der Panschierung. Diese sind im Folgenden aufgelistet.

Monstera Deliciosa Borsignia Albo Variegata
Monstera Deliciosa Albo Variegata

Monstera Deliciosa Albo Variegata

Große Blätter, tiefe Spalten und eine hohe Anzahl an Augen sind das Erkennungszeichen der Monstera Deliciosa

Aus der klassischen Monstera Deliciosa ist durch eine Genmutation eine weiß panaschierte Form entstanden.
Ältere Exemplare besitzen große Blätter mit mehreren Reihen von Augen und können im Topf bis zu 3 Meter hoch werden.

Der Name der Pflanze setzt sich aus der Pflanzenart Monstera Deliciosa und der Art der Variegtion Albo Variegata, welche auf die weiße Färbung hinweist.

Monstera Variegata
Monstera Deliciosa Borsigiana Albo Variegata

Monstera Deliciosa Borsigiana Albo Variegata

Kleinere Blätter, schnelleres Wachstum und wenige Augen sind das Erkennungszeichen der Monstera Deliciosa Borsigiana

Neben der klassischen Monstera Deliciosa gibt es die Form Monstera Deliciosa Borsigiana, welche sich von der normalen Monstera Deliciosa durch mehrere Merkmale abgrenzt. Die Monstera Deliciosa Borsigiana besitzt auch in hohem Alter kleinere Blätter, in deren Blättern maximal zwei Reihen von Augen aufeinander folgen können. Im Vergleich zur Monstera Deliciosa wächst die Borsigiana-Form deutlich schneller.

Der Name der Pflanze setzt sich aus der Pflanzenart Monstera Deliciosa Borsigiana und der Art der Variegtion Albo Variegata zusammen. Diese Pflanze weist eine weiße Variegation auf.

Monstera Thai Constellation Variegata
Monstera Thai Constellation mit cremefarbenen Sprenkeln

Monstera Deliciosa Thai Constellation Variegata

Künstliche Züchtung mit dauerhafter Panaschierung

Als eine spezielle Züchtung durch Gewebekulturen ist die Monstera Deliciosa Thai Constellation eine mehrfarbige Besonderheit. Sie stammt aus Thailand und hat daher ihren Namen erhalten. Auffällig sind die gesprenkelten Blätter, welche die Besonderheit besitzen, dass die Panaschierung im Laufe der Zeit nicht verwachsen kann, sondern beibehalten wird. Die Panaschierung ist cremefarben und kann im Laufe der Zeit etwas heller werden.

Panaschierung der Monstera Aurea
Foto und Pflanze von Natalie Welker

Monstera Deliciosa (Borsigiana) Aurea Variegata

Alternative Bezeichnung: Monstera Marmorata

Neben der weißen Panaschierung gibt es Monstera-Formen, die eine gelbe Variegation aufweisen. Hierbei können sowohl die ursprüngliche Deliciosa-Form, als auch die Deliciosa Borsigiana betroffen sein.
Auf jungen Blättern ist die gelbe Panaschierung kaum zu sehen, durch genügend Licht treten die gelben Stellen immer stärker hervor.

Der Name setzt sich aus der Pflanzenart Monstera Deliciosa (Borsigiana) und der Art der Variegation Aurea Variegata bzw. Aura Variegata zusammen.

Monstera Mint
Monstera Deliciosa Borsigiana Mint Variegata
Quelle: Instagram @pb.growtopia

Monstera Deliciosa Borsigiana Mint Variegata

Mintgrüne Panaschierung

Seit 2019 treten vereinzelt türkisfarbene Panaschierungen auf, welche sich als Monstera Deliciosa Borsigiana Mint Variegata durchsetzen. Diese Panaschierung tritt bisher nur bei der Monstera Deliciosa Borsigiana auf.

Gebräuchlich ist die Abkürzung “Monstera Variegata” für die weiß panaschierte Monstera Deliciosa (Borsigiana) Albo Variegata. Als “Monstera Aurea” wird die gelb gefärbte Monstera Deliciosa (Borsigiana) Aurea Variegata bezeichnet. Wir werden der Einfachheit halber in unserem Artikel diese Abkürzungen für die Pflanzen verwenden.

Standort

Die Pflegehinweise geben wir für die weiß panaschierte Monstera Variegata. Sie lassen sich problemlos auf die Monstera-Formen mit anderen Panaschierungen übertragen.

  • Hell, ohne direkte Sonneneinstrahlung
    Damit die weißen Stellen nicht verbrennen, sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Als Indikator für genügend Helligkeit kann die Anzahl der Spalten des Blatts genommen werden. An einem hellen Standort bildet die Pflanze mind. zwei bis drei Spalten aus. Steht sie hingegen zu dunkel, so bleiben die Blätter klein und ohne Spalten. An zu dunklen Standorten verkümmern Blätter mit einem hohen Weißanteil schneller, da die Pflanze nicht genügend Energie synthetisieren kann. Die Pflanze benötigt eine Temperatur von mind. 16°C. Zugluft sollte vermieden werden.
  • Mäßig gießen
    Die Pflanze verträgt Trockenheit besser als Staunässe, daher darf die oberste Erdschicht antrocknen, bevor erneut mit kalkarmem Wasser gegossen wird. Es empfehlen sich Tontöpfe mit einem Bodenloch als Pflanzgefäß, da das Wasser ablaufen kann und durch den Ton schneller nach außen verdunstet. Dies beugt Wurzelfäule vor.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit
    Die Monstera Variegata bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 70%. Daher empfiehlt es sich, die Pflanze täglich mit kalkarmem Wasser anzusprühen.
  • Rankhilfe
    Über eine Rankhilfe freut sich die Pflanze, dafür eignen sich spezielle Moosstäbe oder Kokosstäbe. Alternativ kann die Pflanze an Bambusstäben festgebunden werden.

Monstera Variegata
Monstera Deliciosa Borsigiana Albo Variegata

Luftwurzeln

Je größer die Monstera Variegata wird, umso mehr Wasser und Nährstoffe benötigt sie. Sie bildet im Laufe der Zeit Luftwurzeln aus, die hinab zur Erde wachsen und dort weiter wurzeln können. Gesunde Luftwurzeln sollten nicht abgeschnitten werden, da die Pflanze über diese zusätzliche Nährstoffe aufnimmt. Werden die unteren Enden der Luftwurzeln in ein dunkles Gefäß mit Wasser gestellt, können sie darin ebenfalls Wurzeln.
Dies bietet sich an, wenn die Pflanze im Sommer nicht regelmäßig gegossen werden kann. Um Algenbildung vorzubeugen sollte das Gefäß abgedunkelt werden. Das Wasser ist regelmäßig zu wechseln, um dem Faulen der Wurzeln zu vorzubeugen.

Bodenbedingungen

  • Durchlässige Erde
    Hervorragend eignet sich ein Gemisch aus lockerer, durchlässiger Zimmerpflanzenerde und Orchideenerde, die im Verhältnis 3 : 1 gemischt wird. Auch handelsübliche Pflanzenerde verträgt die Monstera Variegata. Um Wurzelfäule vorzubeugen eignet sich ein Tontopf mit einem Bodenloch als Pflanzgefäß. Hierbei kann das Wasser ablaufen und durch den Ton nach außen verdunsten.
  • Steiniges Pflanzensubstrat (Hydrokultur)
    Es gibt die Möglichkeit die Monstera Variegata in mineralisches Steinsubstrat (z. B. Pon, Perlit) zu pflanzen. In speziell dafür vorgesehenen Töpfen ist ein Selbstbewässerungssystem mit einer Drainage integriert. Diese Drainage hält das Substrat feucht. Sobald die Pflanze oder der Steckling seine Wurzeln im Substrat gebildet hat, sollte ein Austausch des Substrats vermieden werden, um das feine Wurzelwerk nicht zu schädigen.
  • Düngung
    Die Monstera-Pflanzen und ihre panaschierten Vertreter sind Starkzehrer und benötigen daher von Frühling bis Herbst etwa alle zwei Wochen eine Düngergabe. Es empfiehlt sich ein klassischer Grünpflanzen-NPK-Dünger.
    Im Winter sollte maximal alle 6 – 8 Wochen gedüngt werden, da hier der Stoffwechsel und damit der Nährstoffbedarf durch weniger Licht und kühlere Temperaturen reduziert wird.

Monstera Variegata Halfmoon
Monstera Variegata

Überwinterung

Die Pflanze sollte während der Wintermonate weiterhin hell, aber nicht sonnig stehen. Je nach Standort kann es sinnvoll sein, die Monstera Variegata unter eine Pflanzenlampe mit einer Helligkeit von ca. 1500 Lux (Maß für Helligkeit) und um 5000 Kelvin (Maß für Lichtfarbe) zu stellen.
Um braunen Stellen vorzubeugen, die durch die trockene Heizungsluft gefördert werden, hilft es die Pflanze mit kalkarmen Wasser zu besprühen.
Eine Düngergabe sollte maximal alle 6 – 8 Wochen erfolgen.

Hier erklärt vivaleuchten.de kurz und knapp die Lichteinheiten Lux, Lumen und Kelvin.

Vermehrung

Die Monstera Variegata kann auf einfache Weise über Stecklinge vermehrt werden. Hierbei wird zwischen einem Kopfsteckling und einem Stammsteckling unterschieden. Ein Kopfsteckling besteht aus einem Blatt und einer Triebspitze, ein Stammsteckling hingegen besitzt diese Triebspitze nicht.

Wichtiger Hinweis: Wenn die Monstera Variegata geschnitten wird, sollten Handschuhe getragen werden. Der Pflanzensaft der Monstera kann Hautreizungen verursachen. Zum Schneiden sollte stets ein mit kochendem Wasser desinfiziertes, scharfes Messer benutzt werden und die Schnittstelle(n) danach mit Kohlepulver, Zimt oder Wachs versiegelt und desinfiziert werden. Bevor der Steckling in ein Gefäß mit Wasser oder feuchtem Moos gestellt wird, wird die Schnittstelle 15 Minuten an der Luft getrocknet. Der Steckling nimmt dadurch keinen Schaden.

  • Dunkler Behälter
    Einen dunklen Becher wählen (z.B. einen gespülten Sahnebecher) und diesen mit Alufolie umwickeln.
  • Kalkarmes Wasser
    Der Becher wird mit kühlem, kalkarmem Wasser gefüllt. Die Luftwurzel des Stecklings sollte sich komplett unter Wasser befinden. Die Öffnung des Bechers wird mit Alufolie oder einer dunklen Tüte bedeckt, damit die Wurzeln nicht zu viel Licht erreicht.
  • Regelmäßige Kontrolle
    Das Wasser sollte mind. einmal in zwei Wochen gewechselt werden und der Steckling dabei auf faulende Enden untersucht werden.

  • Dunkler Behälter
    Einen dunklen Becher wählen (z.B. einen gespülten Sahnebecher) und diesen mit Alufolie umwickeln.
  • Steckling in den Behälter stellen und mit Moos auffüllen
    Der Steckling wird in den Behälter gestellt und die Zwischenräume werden mit Moos aufgefüllt. Dabei sollte die Luftwurzel vollständig von Moos umgeben sein.
  • Moos Wässern
    Nun wird kühles Wasser in den Becher gefüllt und 2 – 5 Minuten gewartet, bis sich das Moos vollgesogen hat. Danach wird das Wasser vorsichtig abgeschüttet und die Öffnung des Bechers mit Alufolie oder einer dunklen Tüte bedeckt, damit das Moos nicht zu schnell austrocknet.
  • Regelmäßige Kontrolle
    Der Steckling und das Moos sollten mind. einmal in zwei Wochen auf Fäulnis untersucht werden.

  • Steckling bleibt an der Pflanze
    Beim Abmoosen verbleibt der Steckling an der Mutterpflanze. Auf diese Weise wird die Wurzel bereits vor Schneiden des Stecklings für das Einpflanzen in Substrat vorbereitet.
  • Nasses Moos um die Luftwurzel wickeln
    Um die Luftwurzel wird nasses Moos gewickelt, sodass jede Seite der Luftwurzel von einer etwa 1 cm dicken Schicht Moos umwickelt ist. Das Moos wird mit Hilfe von Frischhaltefolie oder einer Tüte fixiert. Darin bilden sich nun die Wurzeln.
  • Moos feucht halten
    Wichtig ist es, das das Moos immer feucht bleibt. Dies sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Wurzeln Monstera Variegata
Ein im Wasser bewurzelter Steckling
einer Monstera Variegata

Wichtig beim Prozess des Bewurzelns ist, dass der Steckling an einem hellen Standort steht, jedoch keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. In der kälteren Jahreszeit sollte außerdem ein hinreichend großer Abstand zur Heizung eingehalten werden, falls diese zwischendurch heizt, da die trockene Heizungsluft dem Steckling zu viel Wasser entziehen kann.

Monstera Variegata gammelnde Stelle
Ein faulendes Ende eines Stammstecklings

Wie rette ich einen “gammelnden” Steckling?

Tritt Fäulnis an einem Steckling auf, so muss sofort gehandelt werden

Faulende Stellen fühlen sich weich an und können mit dem Finger eingedrückt werden. Sie entstehen durch anaerobe Bakterien.

Handlungsmaßnahmen müssen sofort ergriffen werden:
Der faulende Teil wird mit einem desinfizierten Messer abgeschnitten, auch ein Teil des gesunden Gewebes wird, falls möglich, entfernt. Infiziertes Gewebe erkennt man an kleinen roten Punkten im Inneren des Stamms. Die Schnittstelle wird mit Kohlepuver desinfiziert und 15 Minuten an der Luft getrocknet. Der Steckling nimmt dadurch keinen Schaden. Es ist sinnvoll, den Steckling in ein Substrat zu setzen, selbst wenn die Luftwurzel noch kurz ist. Hierbei empfiehlt sich eine Mischung aus 80 % Vulkangestein (wir empfehlen Trockenschüttung als günstige Alternative zu Perlite) und 20 % ungedüngte Kokoserde. Diese wird in den Folgewochen gleichmäßig feucht gehalten, sodass sich die Wurzel des Stecklings weiter ausbilden kann.

Schlafende Augen

Als schlafendes Auge bezeichnet man einen Bereich am Stamm, aus dem ein neuer Blattansatz entstehen kann. Um ein schlafendes Auge zu aktivieren wird eine sog. Keiki-Paste auf das entsprechende schlafende Auge aufgetragen. Dadurch entwickeln sich schneller Neuaustriebe. Diese Methode wird bereits seit vielen Jahren zur erfolgreichen Vermehrung von Orchideen eingesetzt. Wir experimentieren aktuell mit Keiki-Paste und werden von unseren Erfahrungen berichten.

Monstera Variegata
Ein schlafendes Auge an der Monstera Variegata
Monstera Variegata
Ein Neuaustrieb, der aus einem schlafenden Auge entstanden ist

Weiteres Wissen

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Monstera Variegata gemacht und welche Exemplare besitzt ihr? Wir freuen uns auf eure Kommentare! Seht gerne unsere anderen Raritäten-Specials an.

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